Im letzten Monat hatten wir ganz viel lieben Familienbesuch und haben eine Menge mit unseren Gästen gesehen und unternommen.
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| Unser Flur war voller Schuhe - sieht aus, als hätten wir viel mehr Besucher gehabt, als es tatsächlich waren! |
Christians
Bruder und Tante waren zwei Wochen bei uns, und meine Schwester mit
Mann und Kind hatten es ebenfalls vorgezogen, den grauen und eisigen
deutschen Winter hinter sich zu lassen und ein paar sommerliche Wochen
im schönen Thailand zu verbringen (davon berichte ich allerdings im
nächsten Eintrag).
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| Danke für dieses geniale Foto vom Münchner Zeitungsstand, Uta! |
Mit Jan und Doris ging es erstmal einen
Tag lang durch Chinatowns Gässchen; kreuz und quer wurde geschaut und
gebummelt und gestaunt und geguckt.
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| Unsere Erkundungstour begann selbstverständlich beim Wat Traimit, dem "Tempel des Goldenen Buddha". |
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| Im Hintergrund ist die massiv goldene, über 700 Jahre alte Buddhaskulptur zu sehen, die noch aus der Sukhothai-Periode stammt. |
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| Der
Hase gegenüber dem Chinesischen Eingangstor nach Chinatown wurde König
Bhumipol zum Geburtstag vor ein paar Jahren von der chinesischen
Gemeinde geschenkt. Der König wurde 1927 im Jahr des Hasen geboren,
daher sieht man relativ häufig nette Häschen-Plastiken in Thailand
verstreut herumstehen. |
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| In
einer dieser engen Gassen kam uns ein Mann auf seinem Motoroller
entgegen, über dessen Schoß quer ein großer Hund lag. Von hinten sahen
wir dann nur noch links von dem Rücken des Mannes den Schwanz und rechts
die Schnauze mit flatternder Zunge herauslugen. Schien aber ein echt
eingespieltes Team gewesen zu sein, die haben das nicht zum ersten Mal
gemacht! |
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| Bunter Essensstand vor der nächsten Marktstraße, in die wir auch eingetaucht sind. |
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| Nach
so viel Lauferei gönnten wir uns am Ende des Tages ein Tuktuk zur
U-Bahn. Der Fahrer ließ kein Schlagloch aus, führte uns aber durch
unbekannte Schleichwege auf höchst indirektem Weg zur Metro. Uns war das
egal - den (eh viel zu hohen) Preis hatten wir schon vor dem Einsteigen
ausgehandelt und Tuktukfahrten sind immer lustig. |
Während
der Woche beschlossen wir, ein gemeinsames langes Wochenende auf Koh
Kut (Ko Kood) zu verbringen, einer kleinen paradiesischen Insel südlich
von Koh Chang. Das
Hotel hab
ich dann schnell aus einem kleinen Restaurant in Chinatown per
Smartphone gebucht und zuhause angekommen, konnten wir uns auch um die
Reservierung der
Fähre kümmern, die einmal am Tag aus der fast an der Grenze zu Kambodscha gelegenen Region Trat auf die kleine Insel übersetzt.
Einige
Tage später fuhren wir in aller Frühe aus Bangkok los, steckten dennoch
Ewigkeiten im Stau fest, hatten aber Dank Christians früherem Leben als
Rennfahrer (anders kann ich mir das nicht erklären) eine Punktlandung
und waren eine Viertelstunde vor Abfahrt der Fähre am Anleger Laem Sok.
Die
Überfahrt dauerte fast zweieinhalb Stunden, während der wir uns den
Fahrtwind um die Nase wehen ließen. Andere Mitreisende hatten echt die
Ruhe weg und kuschelten sich auf dem Boden auf ein paar notdürftig
zusammengeschobene Rettungswesten, um ein kleines Nickerchen zu halten.
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| Der blaue Punkt sind wir auf der Fähre, rechts oben noch ein Stückchen von Koh Chang, die rote Stecknadel unten unser Hotel. |
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| Christian war ein bisschen traurig, dass es während der Überfahrt keine Hackfleischbällchen mit Kartoffelsalat gab... |
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| Der Hafen von Ko Kood, wo wir von einem großen goldenen Buddha begrüßt wurden. |
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| Friedliche Straßenhunde sonnen sich auf der ganzen Insel. |
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| Mit unseren Rollekoffern folgen wir den anderen Touristen auf die Straße, wo schon unsere Tuktuk-Shuttle-Busse auf uns warten. |
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| Die
Insel ist recht hügelig und wir mussten uns gut festhalten, um während
der schnellen und kurvenreichen Fahrt nicht aus der Laderampe zu
fliegen, auf der wir Platz nehmen durften. Der Shuttle war bestens
organisiert und nach einer knappen Dreiviertelstunde kamen wir an
unserer Unterkunft an. |
Die
Insel ist wunderschön und hat sich uns auch von ihrer besten Seite
gezeigt: weiße Sandstrände, die von Kokospalmen beschattet werden,
Einsiedlerkrebse, die lustige Wettrennen gegeneinander veranstalten,
klares, badewannenwarmes Wasser, aus dem man nie wieder rausgehen
möchte.
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| Erster Abend auf Ko Kood - so hab ich mir das vorgestellt... |
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| Restaurant, bei dem man die Zehen unterm Tisch im Sand vergraben kann. |
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| Postkartenstrände, die es wirklich gibt. |
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| Blick vom Balkon. |
Am
nächsten Tag liehen wir uns zwei Motorroller, um kreuz und quer über
die Insel zu fegen und uns die Wasserfälle anzusehen. Gleich an der
ersten Ecke fanden wir eine "Tankstelle", wo wir uns pinkfarbenen
Treibstoff aus Plastikwasserflaschen in unsere Tanks füllen ließen.
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| Merke: Das ist keine Limo, sondern Benzin. Und das ist auch kein Straßenstand, sondern eine Tankstelle. |
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| Einmal volltanken, bitte! |
Zwei
Kurven weiter zog es uns magisch in eine kleine Seitenstraße, die zu
einem netten Bungalow Resort führte, wo wir erst mal einen Kaffeestop
einlegten. Der Strand war einfach unglaublich hier:
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| Das ist der Blick, wenn man morgens aufwacht und seinen Vorhang im Bungalow beiseite schiebt! |
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| Wir studieren die Karte, um die beste Route zu den Wasserfällen zu finden. |
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| Schicke Helme gabs zum Moped mit dazu. |
Unser
Weg führte uns weiter zum Klong Yai Kee Wasserfall, der gut erreichbar
und leicht zu finden im nördlichen Teil der Insel liegt. Nach einem
kurzen Abstieg waren wir unten am Wasser angekommen und beschlossen in
unserer Abenteuerlust, den Wasserfall einmal zu umrunden. Die
einstündige Kletterpartie war zwar enorm schweißtreibend, aber auch
wirklich sehr schön und bot unzählige unvergessliche Ausblicke auf den
Wasserfall.
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| Eingang zum Wasserfallweg. |
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| Los geht die Wandertour. |
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| Yeah - fast geschafft! |
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| Einmal rum wird man mit einem herrlichen Blick belohnt. |
Wir
wollten noch zum nächsten Wasserfall und hielten uns daher nicht noch
länger hier auf, obwohl man wohl auch wunderbar im klaren Wasser des
natürlichen Pools plantschen kann. Da wir aber nicht noch mehr von den
Stechmücken aufgefressen werden wollten (die gibt es auf Ko Kood
zuhauf), zogen wir es vor weiterzufahren und den nächsten Wasserfall
aufzusuchen.
Der Weg zum Huang Nam Kaew Wasserfall war
steinig und mehr offroad als alles andere, aber unsere Roller schafften
die sportliche Fahrt durch den Urwald, vorbei an mehreren hundert Jahre
alten Bäumen, und nach einem erneuten steilen Abstieg zeigte sich uns
auch der größte Wasserfall in der Mitte der Insel.
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| Verschlungene Luftwurzeln, die sich zu interessanten Formationen verknotet haben. |
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| Wow. |
Am
Tag darauf sahen wir beim Schnorcheln unzählige Papageienfische und
Seegurken, liehen uns ein Kajak, mit dem wir die Küste entlang
paddelten, spielten barfuß Tennis am Strand und genossen den sonnigen
Tag am weißen Sandstrand.
Am 14. November war nicht nur Vollmond,
sondern auch Loy Krathong, das thailändische Lichterfest. Üblicherweise
werden hübsche kleine Bötchen aus Bananenblättern, Strünken und Blüten
gebastelt, die mit Kerzen versehen aufs Gewässer gelassen werden, um den
Wassergöttern zu huldigen und Wünsche zu entsenden. Mancherorts lässt
man auch kleine leuchtenden Heißluftballons aufsteigen, was wiederum
Teil des Yi Peng Festes ist. Da allerdings immer noch um den verstorbenen
König getrauert wurde, wurden viele dieser Festlichkeiten abgesagt oder
fanden nur in kleinem Rahmen statt. Dennoch wollten wir unseren letzten
Tag auf der Insel gebührend abschließen und gingen zu einem auf einer
Felsklippe errichteten kleinen Restaurant mit dem einfachen aber
aussagekräftigen und wahrheitsgetreuen Namen "Good View Restaurant", von
wo aus wir zwar keine schwimmenden Krathongs sehen konnten, aber den
spektakulären Sonnenuntergang bestaunen durften.


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| Es gab lustige bunte Cocktails mit Schirmchen und allerlei Süßkram drin. |
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| Gegen Ende des Abends sahen wir dann doch ein paar fliegende Laternen am Himmel. |
Am
nächsten Tag war leider schon wieder die Heimreise angesagt und wir
wurden wieder zum Pier von Ko Kood gefahren, wo wir auf die Fähre nach
Laem Sok gingen. In Trat angekommen, fanden wir noch ein gemütliches
Lokal, das Pier 112, wo wir zum späten Mittagessen einkehrten, bevor wir
wieder nach Bangkok fuhren.
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| Allerlei durcheinander gewürfelte Deko im künstlerisch angehauchten Garten des Pier 112. |
Ko
Kood hat uns allen sehr gut gefallen und wird uns sicher noch lange in
Erinnerung bleiben. Leider wurden wir trotz Deet-haltigem Mückenschutz
ziemlich rücksichtslos von Moskitos und Sandfliegen aufgefressen, aber
das ist wohl kaum zu verhindern, da sogar durch Hosenbeine und lange
Ärmel gestochen wird. Besser also, man genießt die Tage und verkriecht
sich bei Anbruch der Dunkelheit in sein Zimmer, wo zwar Geckos wohnen
und einen ab und zu ganz schön erschrecken, aber die fressen sich
wenigstens ihrerseits an den Moskitos satt - Circle of Life...!