Hallo und herzlich willkommen im neuen Jahr 2017!
Ich hoffe, Ihr habt alle ganz wunderbare Weihnachtsfeiertage gehabt und seid gut im Januar angekommen.
Wir hatten zum Jahresende hin noch eine Menge lieben Besuch in Bangkok, weswegen ich leider nicht zum Schreiben gekommen bin, doch ich versuche in den nächsten Tagen und Wochen die Erlebnisse aus dem Dezember hier nachzutragen, um dann wieder ganz aktuelle Einträge einstellen zu können.
Gleich am ersten Dezemberwochenende kamen Meike und Erdem zu Besuch, und nachdem der verpeilte Taxifahrer sie zuerst am falschen Wolkenkratzer rauslassen wollte, fanden sie dann doch noch den Weg zu mir in den 39 Boulevard. Christian musste leider kurzfristig nach Deutschland fliegen, sodass die beiden Bangkok-Neulinge mit mir als alleiniger Reisebegleitung Vorlieb nehmen mussten.
Nach einem ausgiebigen Frühstück im erklärten Lieblingsfrühstückscafé Brainwake (der Name ist Programm), wo wir uns Frühstückssuppen, Croissants und Taiyaki (typisch japanisches Gebäck in Fischform gefüllt mit süßer Adzukibohnenpaste) schmecken ließen, wurde erstmal dem Jetlag gefrönt, bevor es dann Nachmittags gemeinsam weiterging - ich musste zur Chorprobe und überließ die beiden ihrem (Shopping-)Schicksal in der netten Mall bei Phra Ram 9. Später am Abend gingen wir gemeinsam noch Thai essen und fuhren nach einem Absacker bei Live-Jazz in der Apoteka Blues Bar auf der Soi 11 mit einem verrückten Tuktukfahrer, der sich für Evil Knievel zu halten schien, wieder Heim.
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| Ohne direkten Bezug zum Text, aber ich LIEBE die bunten Münztelefone in den älteren Shoppingmalls und finde, es sollte einen eigenen Fotoband zum Thema "Airbrushkunst auf öffentlichen Fernsprechapparaten" geben. |
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| Wilde Tuktuk-Fahrt - immer wieder ein Riesenspaß! |
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| So viel leckeres Essen, passt alles gar nicht aufs Foto. |
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| Unser Rennfahrer, der uns dann überraschenderweise doch noch sicher und gut heim gebracht hat. |
Am nächsten Tag standen die Tempel Wat Arun und Wat Pho auf unserer Agenda, also fuhren wir mit dem Wassertaxi über den Chao Phraya und genossen die Flussfahrt.
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| Der Mitwartende am Ableger-Pier trägt Hot-Dog-Socken! Ich war hin und weg. |
Der dicke Prang des "Tempels der Morgenröte" Wat Arun wird immer noch renoviert und ist abgedeckt (schon seit wir nach Bangkok gezogen sind und kein Ende in Sicht), daher schauten wir uns nur kurz im Garten um und machten uns einen ersten Eindruck.
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| Der grüne Wächter Tasakanth im künstlerischen Mise en abyme (#Kunstgeschichtsnerdsuntersich) |
Gegenüber auf der anderen Flussseite stiegen wir am hübschen Pier Tha Thien aus, um gestärkt mit einem Eiskaffee zu Wat Pho zu gehen.
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| Windschief aber hübsch. |
Nun war ich ja schon einige Male bei Wat Pho, aber ich muss zugeben, dass mich diese Tempelanlage jedesmal erneut beeindruckt und umhaut. Immer wieder entdecke ich neue Details; diesmal hatten es mir die Wandgemälde des Wihan, in dem sich auch der riesige liegende Buddha befindet, besonders angetan.
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| Ich muss unbedingt mal das Ramayana lesen, um die Geschichten in den Bildern besser zu verstehen. |
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| Detailreiche Dorfszene. |
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| Zwischendurch ein Selfie - wir sind schließlich Touristen! |
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| Dies müssen neuere/restaurierte Wandgemälde sein, da die Farben viel mehr Leuchtkraft haben. |
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| Nett, wie die beiden Kinder vorne links miteinander Quatsch machen, während die Erwachsenen voll konzentriert beten. |
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| Monsterdrache mit einer Menge Köpfen. |
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| Wird hier etwa gerade angebandelt? |
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| Löwenfoto. |
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| In den roten Plastiktüten sind keine Einkäufe, sondern unsere Schuhe, die wir natürlich vor Betreten der heiligen Hallen ausziehen. |
Der 5. Dezember war der Geburtstag des verstorbenen Königs Bhumipol Adulyadej und somit auch Vatertag hier in Thailand (der Geburtstag der Königin Sirikit am 12. August ist auch gleichzeitig Muttertag). Anlässlich des Geburtstages wurden jede Menge Veranstaltungen abgehalten, so waren auch viele Mönche, Nonnen und Novizen aus anderen Provinzen nach Bangkok gereist, um gemeinsam für den König zu beten und über die Lautsprecher der gesamten Tempelanlage ertönte bis in die Dunkelheit hinein melodischer Sprechgesang.
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| Noch immer gedenken die Thais ihrem verstorbenen Monarchen, auch hier in den von ausländischen Besuchern gefüllten Gängen. |
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| Besucher aus aller Herren Ländern spazieren über die wunderschöne Anlage zwischen den zahllosen kleinen Chedis und Stupas. |
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| Einfachste Übernachtungsplätze der besuchenden Mönche, bestehend aus einer dünnen Bastmatte und einem Fliegenschutz. |
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| Eine Gruppe Mönche, die genau so beeindruckt wie wir von der Sakralarchitektur Fotos macht. |
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| Normalerweise ist der Gang frei begehbar, doch jetzt war er als Schlafstätte gesperrt. |
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| In einem anderen Teil der Anlage, getrennt von den Männern, sitzen Nonnen bei einer Andacht auf weißen Plastikstühlchen und singen gemeinsam. |
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| Alle Blicke sind auf das lebensgroße Portrait König Bhumipols gerichtet. |
Die Stimmung war sehr ergreifend und schön, plötzlich war es ziemlich finster und wir drei waren unter den letzten Ausländern im Tempelhof.
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| Wenn der Himmel nachtblau wird, erstrahlen die Spitzen golden. |
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| Musste sehr lachen, als ich diese kleine Figurengruppe sah: genau so fühlt sich traditionelle Thaimassage nämlich an und der Gesichtsausdruck des Mannes beschönigt nichts! |
Irgendwie konnten wir uns dann doch von Wat Pho loseisen und schlenderten gemeinsam die Charoen Krung Road entlang, die einen direkt nach Chinatown führt. Hier finden sich Handwerker und Werkstätten, die auch noch nachts und bei offenen Türen alles, wirklich alles, reparieren können.
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| Kein Sperrmüll: Warteschlange vor der Werkstatt. |
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| Der erste Geldautomat, auf dem ich das Foto von Maha Vajiralonkorn entdecke, der seit dem 1. Dezember 2016 der neue König Thailands ist. |
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| Am Ende der Ti Thong Road, wo auch die rote Riesenschaukel steht, entdecken wir ein Jazzfestival zu Ehren des verstorbenen Königs, der selbst ein begeistertet Jazzmusiker war. |
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| Irre viele Menschen stehen draußen und genießen die Musik. Es ist vor allem deswegen so besonders, weil es zum ersten Mal seit dem Tod des Königs wieder erlaubt ist, öffentliche Veranstaltungen mit Live-Musik und Tanz zu organisieren und zu besuchen. |
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| Eine große Eisskulptur ziert die Nordseite des Platzes. |
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| Der Hunger treibt uns zu den Streetfoodständen. |
Nach einem Abstecher in die Kaosan Road, wo uns Skorpione am Spieß, würzige Spinnen und knusprig gebackene Heuschrecken zum Knabbern angeboten werden (wir lehnen dankend alles ab), fahren wir nach Hause.
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