Am nächsten Tag, dem 23.12.2016, machten wir uns mit unserem Leihroller auf in die Berge nordwestlich Chiang Mais. In unzähligen Serpentinen schlängelten wir uns die Berge hinauf und wurden mit spektakulären Ausblicken belohnt. Unseren ersten Halt legten wir bei Wat Phra That Doi Suthep ein, dem wichtigsten Tempel im Norden Thailands. Im vergoldeten Haupt-Chedi sollen seit dem 14. Jahrhundert Buddha-Reliquien verwahrt sein. Die Legende rankt sich um einen weißen Elefanten, den ich weiter unten auch fotografiert habe...
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| Safety first - unsere Helme tragen wir voll Stolz und Würde und kommen auch vorbildlich durch die Polizeikontrolle. |
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| Vor dem Tempelplatz steht ein netter Markt, wo endlich auch die berühmten Erdbeeren aus Chiang Mai feilgeboten werden. Da es hier im Norden nämlich "richtig kühl ist", können sämtliche Pflanzen kultiviert werden, die es auch in Europa gibt: Äpfel, Erdbeeren und Rosen vorneweg. Der Erdbeer-Anbau soll vom König selbst gefördert worden sein, um die ehemaligen Kokainfelder legal weiter verwenden zu können und den Landwirten ein Einkommen zu sichern. |
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| Viele Touristen schauen die lange Treppe hoch... der Aufstieg lohnt sich, aber ist halt auch ein bissl anstrengend. |
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| Die Treppe hoch auf die Spitze des heiligen Bergs zum Tempel wird von zwei riesigen Naga-Schlangen flankiert und umfasst knapp 300 Stufen. |
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| Unter der Naga versteckt sich sogar noch ein Krokodil, das ich extra für Emilia fotografiert habe! |
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| Wie jeder vernünftige Tourist machen wir Unmengen Fotos. |
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| Seit ich in Asien lebe, habe ich plötzlich auch keine Hemmungen mehr vor peinlichen Selfies oder gestellten Portraits - das ist hier nämlich gang und gäbe. |
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| Wir sind fast da... |
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| Oben angekommen müssen Ausländer natürlich erstmal Eintritt zahlen. |
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| Ein siamesischer Singha-Löwe begrüßt die Besucher am Treppenendpunkt. |
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| Grabplatten, die andeuten, wessen Asche hier im Tempelvorhof ruht. |
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| Stimmung wie im Bienenstock. |
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| Bunte Gottheiten mit mehreren Armen und Tierköpfen sind eindeutige Anzeichen der Vermischung von Religionen; hier etwa ein hinduistischer Ganesha als Wächter in einer Nische neben dem Eingangsportal. |
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| Dies ist der erste Blick, der sich uns bietet, als wir endlich das Eingangstor passieren. |
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| Der wunderschöne goldene Chedi, in dem die Buddha-Reliquien bewahrt sind, überstrahlt alles um sich herum. Er ist 20 Meter hoch und markiert den Gipfel des 1000 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Berges Doi Suthep. |
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| Um den Chedi herum befinden sich zahlreiche Schreine, Buddhaskulpturen und Gebetsnischen. |
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| Vergoldete Buddhastatuen säumen den Chedi, außerdem wird er von vier goldenen Zeremonienschirmen eingefasst. |
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| Die Ehren- oder Zeremonienschirme glitzern filigran in der Sonne. Wie man hier gut erkennen kann, ist der Pfeiler in Form eines Bambusrohres gearbeitet. |
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| Die Giebel enden in Schlangendrachen. |
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| Auf Knien nähern sich Gläubige dem segnenden Mönch. |
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| Das Innere des Tempels ist mit vielen Bildern ausgestattet, die das Leben Buddhas zum Thema haben. |
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| Der Geräuschpegel ist hoch, dennoch ist die Stimmung friedlich und harmonisch. |
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| Die Sonne lässt uns ganz vergessen, dass es im Winter im Norden so kalt sein soll. |
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| Der Smaragd-Buddha von Wat Phra That Doi Suthep. |
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| Sind das Briefkästen oder Schließfächer? Wir haben keine Ahnung... |
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| Wandmalereien, die voller exotischer Geschichten stecken. |
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| Do as the locals do. |
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| In diesem Raum werden wir eingeladen, uns vom Mönch segnen zu lassen. |
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| Der Mönch bittet uns näher, erfragt unsere Nationalität, lacht herzlich und bespritzt uns mit einem wassergetränkten Pinsel. |
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| Ich weiß, langsam wird es nervig, aber ich konnte einfach nicht genug bekommen und habe wirklich ALLES fotografieren müssen. |
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| Nach so viel Trubel und Input suchen wir erstmal das kleine Café an der Rückseite des Tempels auf und entspannen bei einem Cha Yen, dem leckeren Thai-Eistee mit Kondensmilch, der schnell zu meinem Lieblingsgetränk hier avanciert ist. |
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| Selbst die Tempelrückseite ist wunderschön und fotogen. |
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| Diese Dame verkauft Lotusblumen und Kerzen mit Goldblättchen. Bei ungewohnt kalten 32 Grad trägt man hier in den Bergen auch gerne mal eine wärmende Wollmütze. |
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| Das hier ist der berühmte weiße Elefant, dem die Buddha-Reliquie der Legende nach auf den Rücken geschnallt wurde. Das heilige Tier lief damit drei Tage lang durch die Gegend, um schließlich hier auf dem Gipfel zu verenden. Da war allen klar: "Hier muss der Tempel errichtet werden!" |
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| Brotfruchtbaum im Vorhof. |
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| Üppig blüht hier alles und dient als schattenspendende Pergola. |
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| Die Tempelglocken. |
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| Christian genießt den weiten Blick. |
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| Aussichtsplattform mit Blick auf das 15 km entfernt gelegene Chiang Mai. |
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| Ein bisschen mussten wir schon lachen als wir sahen, dass diese schuppigen Monsterwächter "Mom" genannt werden. |
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| Schön geschnitzte Holzsäulen stützen das Dach über der Aussichtsplattform. |
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| In die Kassettendecke sind sämtliche Figuren als Intarsien eingelegt - natürlich auch die chinesischen Tierkreiszeichen. |
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| Kitsch geht immer - Plastikblumen und Plastikschwäne mischen sich unter echte Blumen und lebendige Vögel. |
Wir wollen noch ein bisschen mehr erleben heute und wenden uns schweren Herzens von dem schönen Tempel ab, um etwas tiefer in die Bergwelt einzutauchen und das eine oder andere Bergdorf zu erkunden.
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| Ein paar Meter unterhalb der Straße entdecke ich dieses einladend offene Tor. |
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| Ein sagenhafter Ausblick bietet sich mir. |
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| Christian wartet schon ungeduldig und will weiterfahren... im nächsten Bergdorf soll es endlich Mittagessen geben. |
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| In dem Dörfchen Doi Pui Hmong werden viele für Nordthailand typische Waren angeboten - rein zufällig lande ich im nächstbesten Schuhgeschäft... wie konnte das nur passieren? |
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| Auf meine auf höflichem Thai gestellte Frage nach vegetarischen Gerichten hin, wurde ich liebevoll bekocht. |
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| Nachdem wir dieser Dame einen Obstkorb abgekauft haben, durften wir sie auch fotografieren. |
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| Ortsschild |
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| Saubere Toilette im Restaurant (ein Bild, dass ich Euch nicht vorenthalten kann!). |
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| Dorfgässchen. |
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| Hier hört der touristische Dorfkern mit Marktständen und Kostümen auf und die Leute leben ihr ganz normales Leben. |
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| Auf einem Poster sehen wir glücksstrahlende Teenager in der typischen Tracht. |
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| Der Espresso hier war wirklich lecker. |
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| Blick auf das Dörfchen von weiter oben. |
Mit unserem Moped schraubten wir uns weiter den Berg hoch, langsam wurde es auch tatsächlich kühler und zum ersten Mal, seit wir in Thailand leben, hatten wir natürliche Gänsehaut, die nicht mit einer Klimaanlage in Zusammenhang gebracht werden konnte.
Wir kamen an einer Kaffeeplantage vorbei - einem Projekt der Faculty of Agriculture of the Chiang Mai University, wo wir uns einen leckeren Kaffee gönnten.
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| Café mit Blick in die Kaffeeplantagen. |
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| Ich bin froh über meine Strickjacke - es ist richtig kühl hier oben auf knapp 1700 Metern. |
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| Unser frisch aufgebrühter Kaffee aus dem Uni-Projekt. |
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| Einen Tag vor Weihnachten lasse ich mich auch mit Weihnachtssternen fotografieren. |
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| Insbesondere, wenn sie so unglaublich riesig sind! |
Nach einer Spritztour ins nächste Dorf, wo wir von Hunden, Hühnern und Kindern freundlich begrüßt werden, beschließen wir allerdings, uns auf den Rückweg nach Chiang Mai zu machen, damit wir noch bei Tageslicht die kurvenreiche Straße durch die Berge schaffen.
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| Der Verkehr Chiang Mais hat uns wieder, allerdings ist hier es trotz Rush Hour um einiges entspannter als im wilden Bangkok. |
Am Abend gehen wir lecker indisch essen - indisch geht ja irgendwie immer...
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| Netteste Weihnachts-Klotür-Deko, die ich je sah. |
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| Ein weiterer Elefant der Chiang Mai Elephant Parade - für Carina :-* |
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| Mitten auf einem Marktplatz findet sich dieser dicke alte Baum, selbstverständlich bewohnt von Geistern, die gerne süße Limo trinken. |
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