Zum Jahreswechsel hatten wir lieben Münchenbesuch von Steffi und Christian. Nach einer kurzen Akklimatisierungsphase in Bangkok (die beiden kamen schließlich aus dem kalten Dezemberdeutschland ins heiße Winterbangkok), fuhren wir mit dem vollgepackten Auto Richtung Südosten zum Ko Chang Ferry Pier, um von dort mit der Autofähre auf die Elefanteninsel überzusetzen (Chang ist das thailändische Wort für Elefant). Die Geschichte, warum diese Insel, auf der noch nie wilde Elefanten gelebt haben, trotzdem "Elefanteninsel" heißt, ist recht amüsant auf der
IamKohChang-Website nachzulesen.
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| Unsere gutgelaunte Reisegruppe beim Sundowner in der Octave Skybar in Thonglor. |
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| Von oben hat man einen super Blick über Bangkok. |
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| Nach knapp vierstündiger Autofahrt sind wir am Ko Chang Ferry Pier angekommen. |
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| Wir müssen gar nicht lange warten und dürfen bald mitsamt Auto über eine wenig Vertrauen erweckende Rampe auf die Fähre fahren. |
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| Die Fähre ist mehrstöckig und hat viele Sitzplätze, damit man die Überfahrt erholt genießen kann. Gute Informationen zur Fähre gibt's hier. |
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| Tschüß Festland! |
Nach knapp 30 minütiger Überfahrt kommen wir auf Koh Chang an und reihen uns in den Stau ein, denn alle Besucher müssen nun die Hauptstraße entlang fahren und ihre Unterkünfte suchen. Wir winden uns den ersten Berg empor und fahren dann im Stopp-and-Go die Westküste entlang Richtung Süden. Dabei kommen wir durch belebte Touri-Orte, die uns eine Reizüberflutung bescheren und uns von der natürlichen Schönheit der Insel stark ablenken. Im Vergleich zur beschaulichen Nachbarinsel Koh Kood (siehe
Blogeintrag vom 7. Dezember 2016), ist Koh Chang unglaublich touristisch und trubelig. Endlich kommen wir an unserem am Kai Bae Beach gelegenen Hotel an und fahren in die Einfahrt des
Gajapuri Resort & Spa ein. Wir beziehen unsere hübschen Holzbungalows und rennen sofort zum Strand.
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| Herrlicher Blick auf zwei vorgelagerte Inselchen. |
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| Da kommt man sich vor, als wäre man Teil der Bacardi-Werbung. |
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| Die Strandschaukel wird sofort von uns in Beschlag genommen. |
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| Wir spazieren am Strand entlang und machen Zwischenstopp an dieser netten Beachbar, wo es unglaublich verführerisch nach frischgebackenen Waffeln duftet, die hier angeboten werden. |
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| Nach einem romantischen Sonnenuntergang streunern wir noch etwas die Straße auf und ab. |
Der 31.12. ist als fauler Strandtag eingeplant, der uns allen unglaublich gut tut. Wir bewegen uns kaum und wenn, dann nur um von unseren Liegen kurz ins Meer zu gehen und vielleicht einen Kaffee zu schlürfen. Entspannter kann man sich wohl fast nicht auf Silvester vorbereiten.
Am Abend gibt es ein großes Dinner-Buffet, lustige Spielchen, bei denen ein deutscher Schuljunge alle Hauptpreise absahnt und die schlechteste Band der Welt (nicht übertrieben!) darf auch noch auf der zusammengeschusterten Bühne auftreten. Das neue Jahr begrüßen wir dann barfuß im Sand. Nach 12 packt die Band auch sofort ihre Sachen und verschwindet (das finden wir nicht besonders schlimm), aber nun müssen wir uns auf die Suche nach einer anderen Party machen, denn wir wollen feiern und tanzen.
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| Beschwingt ins neue Jahr 2017! |
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| Auf der Bühne sind die Buchstaben unseres Resortnamens als Luftballons angebracht, die sich im Laufe des Abends nach und nach verabschieden. |
Wir gehen den Strand entlang und finden eine Superhelden-Silvesterparty mit DJ Batman. Die Tanzfläche ist der Strand und wir hüpfen und springen, bis auch diese Party irgendwann vorbei ist. Schon schade, aber ist es überhaupt schön, dass wir Silvester mit Musik und Tanz feiern dürfen, obwohl das Land sich ja immer noch in der Trauerphase um den verstorbenen König befindet. Daher fallen sämtliche Feierveranstaltungen etwas sparsamer aus als sonst. Wir schlendern zurück zu unseren Bungalows, wo Steffi und ich (zur hellen Freude unserer Nachbarn) noch ein paar EAV-Lieder zum Besten geben, bevor wir in die Betten fallen. An Silvester ist sowas jedoch verzeihlich und unsere Bungalow-Nachbarn loben am nächsten Tag beim Frühstück unsere Textsicherheit und Musikalität.
Die nächsten Tage auf der Insel vergehen wie im Flug, wir genießen das Wetter und den Strand, die Massagen mit Blick aufs Meer und umrunden die Insel so gut es geht einmal fast komplett mit dem Auto.
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| Bei einem Stopp wandern wir Richtung Klong Jao Leuam Wasserfall. Man muss den Besitzern des einzigen Restaurants hinterm Parkplatz 40 Baht Eintritt pro Person zahlen und darf dann losziehen. |
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| Der Weg ist etwas schwierig und man braucht festes Schuhwerk, dafür ist man nach wenigen Metern mitten drin im Urwald. |
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| Der Wasserfall ist hübsch aber nicht zwingend spektakulär, jedoch weniger touristisch frequentiert als beispielsweise der größte und bekannteste Wasserfall der Insel Klong Plu. |
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| Wir entdecken ein verlassenes Herrenhaus mit imposanter Einfahrt. |
An der Westseite der Insel ganz unten finden sich paradiesische Strände und versteckte Backpacker-Hostels.
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| Der Lonely Beach ist wunderschön. |
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| Einfachste Unterkünfte für happy people mit kleinem Geldbeutel. Ich wäre als Student auch hier abgestiegen...! |
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| Auf dem Foto leider nicht so gut erkennbar, warnt dieses Schild vor herunterfallenden Kokosnüssen und der damit einhergehenden Lebensgefahr. |
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| Folgt man der geteerten Straße noch weiter bis zum Ende, kommt man beim Koh Chang Naval Battle Monument raus. Am 17.1.1941 fand hier während des Französisch-Thailändischen Krieges vor der Bucht die Schlacht von Koh Chang statt. |
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| Heute ist der Strand ein Ausflugsziel für viele Thais und internationale Besucher. Wir sehen ein paar Familien mit selbstgebauten Grillkonstruktionen und entdecken diesen gut belüfteten Schlafplatz. |
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| Jemand hat Steine und angeschwemmte Korallen in den Baum gehängt. |
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| So sieht es übrigens aus, wenn ich schreibe, dass die geteerte Straße hier endet. Zack, aus, abrupter gehts nicht. Danach kommt man nur noch zu Fuß weiter. |
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| Der Schrein zum Schlachtendenkmal. Bei dieser Schlacht im Januar 1941 verlor die thailändische Flotte gegen die französische zwar, jedoch konnte auf der Friedenskonferenz im Februar in Tokio verhandelt werden und Thailand blieb unabhängig. |
Wir besuchen natürlich auch die Ostseite der Insel und fahren auch da einmal ganz tief in den Süden zur Salakphet Bay, wo sich kleine Fischerdörfchen auf Stelzen im Wasser aneinanderreihen.
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| Von den hohen Bergen bieten sich atemberaubende Aussichten. |
Wir kommen in einem recht ursprünglichen Fischerort an und spazieren ein wenig herum. Hier sind wir die einzigen Farangs und das Fischerdorfleben ist noch recht ursprünglich. Es gibt keine Tauchershops oder aufblasbare Schwimmtiere, die zum Verkauf angeboten werden, die meisten Schilder sind auf Thai, Straßenhunde laufen über die Stege und aus den einfachen Holzhäusern schallen thailändische Seifenopern.
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| Erster Blick auf die Stelzenhäuser. |
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| Wackeliger Bretterbohlenweg, gesäumt von ein paar Mangroven. |
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| Sicht vom Wasser zurück aufs Dorf. |
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| Die Stimmung ist friedlich und fast ein bisschen ausgestorben. |
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| Hier deutet alles noch auf aktiven Fischfang hin. |
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| Christian (der Lange) entdeckt dann ein zauberhaftes Restaurant, wo wir den restlichen Nachmittag verbringen. Es ist das Baan Yemaya, zugleich auch ein Guesthouse, und wird von Khun Air liebevoll geführt. |
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| Die Terrasse vom Baan Yemaya. |
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| Blick auf den nächsten Steg in der Ferne. |
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| Unzählige Planzen und Kräuter wachsen unter der Pflege von Khun Air, für ihre köstlichen Gerichte erntet sie sie hier frisch direkt vor unseren Augen. |
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| Wir warten sehr lange auf unsere Gerichte, dafür werden wir aber mit hausgemachten Köstlichkeiten belohnt, wie beispielsweise diesem blauen schmackhaften Reis, der nur eine Beilage ist. |
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| Christians Fischteller wird mit lachendem Gesicht serviert. Unsere Gastgeberin erklärt uns, dass sie den Fisch täglich von ihrem Nachbarn bezieht. Heute ist ihm ein großer Barracuda ins Netz gegangen. |
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| Der Eingang ins gemütlich Haus Yemaya. |
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| Man kanns grad nicht sehen, aber im Wasser schwimmt der große schwarze Nachbarhund und dreht seine tägliche Runde. |
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| Wir lassen uns neugierig die spartanischen Gästezimmer zeigen - das hier ist der Blick aus dem Familienzimmer. |
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| Satt und zufrieden. |
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| Wir wollen noch vor Sonnenuntergang weiter und müssen leider wieder aufbrechen. |
Khun Air, die übrigens ursprünglich aus Bangkok kommt, hat jahrelang in den USA gelebt und spricht perfektes English. Um der Hektik der Großstadt zu entkommen, hat sich sich vor ein paar Jahren hier am südlichsten Zipfel Koh Changs niedergelassen. Sie hat keine Website und war ganz überrascht, als ein paar Rucksackreisende ihr vor kurzem erzählten, dass man sie bei
Tripadvisor finden kann. Sie ist sehr freundlich und hilfsbereit und gibt uns zum Abschied den Tipp, noch einen Abstecher zum Mangrove Walkway zu unternehmen.
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| Der kleine Rundweg ist sehr leicht zu finden, da alles gut ausgeschildert ist. |
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| Auch hier sind wir die einzigen Touristen. Wir laufen über die roten Plankenwege und lauschen den Geräuschen aus dem Mangrovenwald. |
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| Dicht bewachsen. |
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| Die meisten Bretter sind fest und massiv, dennoch sollte man ab und zu auch mal schauen, wo man hinläuft, denn beim ganzen Umgebung-bewundern, kann es dann doch mal sein, dass sich vor einem ein Spalt auftut. |
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| Wurzelteppich im morastigen Boden, noch herrscht Ebbe. |
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| Die Männer sind schon auf der Plattform angekommen. |
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| So schön es hier aussieht, ins Wasser trauen wir uns hier nicht und Baden ist ohnehin verboten. |
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| So viele Tiere leben hier. |
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| Wir machen uns auf den Rückweg, denn die Sonne geht hier immer ganz schön schnell unter und der Weg ist nicht beleuchtet. |
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| Interessante Schmarotzerpflanze mit Eichenähnlichen Blättern. |
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| Manchmal muss man ein bisschen klettern und kraxeln. |
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| Hier leben eine Menge Reiher und Kraniche. |
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| Die Abendsonne taucht alles in warmes Licht. |
Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen und bereiten uns seelisch und moralisch auf die letzten Inseltage vor.
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| Mond über der Bucht. |
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| Auch auf Koh Chang haben wir den einen oder anderen Weihnachtsbaum gesehen... der hier war aber mit Abstand der "speziellste"! |
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| So ein schöner Abend. |
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| Sonnenuntergang am White Sand Beach. |
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| Nur mit Mückenschutz zu empfehlen. |
An einem Nachmittag leihen wir uns Kajaks vom Hotel aus und paddeln die Küste entlang. Christian will auf eine unbewohnte kleine Insel, ich bin ein alter Angsthase und trau mich nicht so weit raus aufs Meer, also erkunden wir bloß einen kleinen, schwer erreichbaren Strandabschnitt weiter nördlich. Beim Wiedereinstieg in unser Boot machen wir eine unfreiwillige Kanadierrolle und sehen vermutlich total beknackt dabei aus. Bei dem Versuch, zu uns zu paddeln und zu sehen, ob wir wohlauf sind, machen Christian und Steffi uns das gleich mal ebenso professionell nach und diesmal müssen wir zu ihnen paddeln, um sie "zu retten". Wir alle sind patschnass und beschließen, ein Damen- und ein Herrenteam zu bilden, was bei der Gewicht- und Größenverteilung auch sinnvoll erscheint.
Nach unseren entspannten Tagen auf der Insel müssen wir nun wieder nach Bangkok. Auf der Autobahn sieht Steffi diese netten Obst-Sitzgruppen und möchte am liebsten eine mit nach Hause nehmen.
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| Die wären so toll für den Pilsensee. |
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| Leider sind die Biester irre schwer und aus Zement gegossen...das wird wohl nix mit dem Transport. |
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| An einer weiteren Raststätte finden wir dieses präparierte Monster. |
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| Seine lebenden Artgenossen schwimmen in diesem winzigen Becken umher und führen ein trauriges Dasein. |
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| Die Fische sind riesig und sehen aus, als ob sie schon seit Urzeiten in unseren Meeren leben. |
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| Kennt jemand von Euch die? Heißen die wirklich Ar Arh? |
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| Ordentlich gestapelter Ananastransport auf der Straße - die Früchte haben wohl eine gute Haftreibung und bleiben auch bei hoher Geschwindigkeit ohne Netz aufeinander liegen. |
An unserem letzten gemeinsamen Abend in Bangkok besuchen wir den Lebua State Tower und genehmigen uns einen Drink in der
Sirocco Bar, die aus dem Film Hangover 2 bekannt ist und Cocktails zu exorbitanten Preisen in cooler Atmosphäre und mit bester Aussicht anbietet.
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| "The Golden Dome" |
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| Gute Heimreise! |
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| Die Bar befindet sich im 63. Stock dieses noblen Hotels. Oben ist es sehr windig und für Bangkok ziemlich kühl. |
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| Unsere Gäste genießen die letzten Stunden im warmen Thailand, bevor sie zurück zu minus 15 Grad müssen - was für ein krasser Temperatursturz, an den man hier noch gar nicht denken möchte. |
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| Der Blick ist wunderschön und der Fluss ist nur einen Flohhüpfer entfernt. |
Mit unserem Besuch sind wir sehr schön ins neue Jahr gerutscht und dürfen gespannt sein, was 2017 so alles mit sich bringt.
Wie immer superschön und informativ geschrieben, Süße! Leider hat es wieder nicht mit der Info-Mail geklappt ;( Ich versuche mich noch mal zu registrieren! Irgendwann muss es doch gehen...
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