Heute, am 1. Weihnachtsfeiertag, fuhren wir mit einem Fahrer (der
Nachtportier unseres Hotels!) etwas weiter südlich außerhalb Chiang
Mais, um uns die Ortschaften um Hang Don anzuschauen, in denen die
traditionellen Tischler und Schreiner noch heute wunderschöne Holzmöbel
fertigen.
Wir schlenderten durch die verschiedenen Ateliers und waren uns beide einig, dass wir dringen eine größere Wohnung brauchen, um all die schönen Möbel, die wir gesehen haben, unterzubringen.
Nach einem schnellen Mittagessen baten wir unseren Fahrer, uns zum 2006 gegründeten
Royal Park Rajapruek zu bringen, in dem wir ein wenig lustwandeln wollten. Nachdem wir durch das große Eingangsportal schlüpften, wurden uns die Ausmaße dieses riesigen und wirklich sehr schön angelegten Parks bewusst. Glücklicherweise gibt es einen Gratis-Shuttlebus, den wir als einzige Farangs gleich mal bestiegen. Die Frau des Busfahrers hatte das gemeinsame Kind auf dem Schoß und stellte sich als unser Tourguide vor. Alles wurde auf Thai erklärt und auch die chinesischen Besucher schauten sich leicht planlos um. Egal - das meiste ist selbsterklärend. Im Park werden unzählige Selfies geschossen, sämtliche Studenten in ihren Abschlussgewändern mit Umhang und Hüten lassen sich von Kommilitonen oder Familienmitgliedern mit stolz geschwellter Brust vor den kunstvoll angelegten Rabatten und Beeten ablichten. Wir fahren vorbei an internationalen Themengärten (als europäische Länder sind nur Belgien, die Niederlande, die Türkei und Spanien vertreten), die zu Ehren König Bhumibols 80. Geburtstag angelegt bzw. gestiftet wurden. Außerdem gibt es eine schöne Auswahl unterschiedlicher Thai-Gärten, in denen über 1900 endemische Pflanzen wachsen.
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| Mit dem Shuttlebus erkunden wir den Park. An jedem Pavillon oder Themengarten kann man aussteigen und jede Viertelstunde kommt ein neuer Bus vorbei, in den man wieder reinhüpfen kann. |
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| Angelegte Teiche mit kleinen Teak-Pavillons. |
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| Im Hintergrund die Bergkette Doi Kham. |
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| Treppenaufgang zum Glanzstück des Parks: Der Royal Pavilion |
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| Verschnaufpause am Fuße des Löwen. |
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| Mit Keule bewehrter Wächter. |
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| Der Royal Pavilion heißt auf Thai Ho Kham Luang und liegt im Herzen des
Parks. Er ist in der regional typischen Lanna-Architektur gebaut und
wurde 2006 vom hiesigen bekannten Meister Rung Chanthabun gestaltet |
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| Die Bushaltestelle vor dem Royal Pavilion. |
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| Ganz im Sinne der altehrwürdigen Lanna-Architektur wurde für die gesamte stützende Struktur kein einziger Nagel verwendet, alles wurde traditionell mit Holzbolzen befestigt. |
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| Die geschwungenen Dachgiebel-Endstücke sollen in ihrer Form an verschiedene mythologische Vögel erinnern. |
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| Das prunkvolle Innere des Pavillons. |
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| Wenn das mal kein gigantischer Lüster ist... |
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| Im Türsturz ist der Hase erkennbar - das chinesische Tierkreiszeichen von König Bhumibol. Mal schauen, ob ich bald überall das Sternzeichen des neuen Königs finde - Maha Vajiralongkorn ist im Jahr des Drachen geboren. |
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| Die Wände des Pavillons sind bemalt und mit Goldblatt verziert und haben Szenen aus dem königlichen Leben zum Thema. Hier sieht man beispielsweise König Bhumibol als leidenschaftlichen Fotografen mit umgehängter Kamera. |
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| Die zylindrischen Säulen sind mit Schwarz-Gold-Lack Arbeiten gemäß der nordthailändischen Tradition gemustert. |
Nach dem wir den königlichen Pavillon gebührend und intensiv begutachtet und bestaunt haben, fahren wir weiter zum viel gerühmten Orchideenhaus. Eine Farbexplosion erwartet uns, wir machen es den anderen Besuchern gleich und fotografieren die wunderbare Vielfalt ausgiebig.
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| Eingang zum Orchid Pavilion. |
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| Alles ist dicht bewachsen. |
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| Orchideen in allen Größen und Farben. |
Nach ein paar Stunden im Park wollten wir dann aber doch noch ein bisschen weiter und unser Fahrer schlug vor, uns auf den nächsten Berg Doi Kham, den wir vom Royal Pavilion aus gesehen haben, zu fahren, dort gibt es einen Tempel und eine Aussichtsplattform. Na gut - gerne lassen wir uns dorthin kutschieren.
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| Begrüßung am Wat Pra That Doi Kham, einem Tempel, der aus dem 7. Jahrhundert stammen soll. |
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| Zierlich gestaltete und detailreiche Front eines kleinen Tempels vor dem Hauptplatz. |
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| Bald geht die Sonne unter. |
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| Prächtiger goldener Pfau. |
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| Das bunte Innere. |
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| Ein paar Schritte weiter sehen wir den 17 Meter hohen sitzenden Buddha in der Geste der Erdanrufung. |
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| Buddhas Fingerspitzen berühren die Erde, um sie als Zeugin für die Wahrheit seiner Worte aufzurufen. |
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| Geschmückter Elefant (diesmal kein Weißer mit Reliquien auf dem Rücken!). |
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| Der Durchgang vor dem Hauptchedi, in dem eine Haarreliquie Buddhas verwahrt sein soll. |
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| Ansammlung sämtlicher Tierskulpturen und Gottheiten unter einem stehenden Buddha mit Ehrenschirm. Darunter ganz rechts wieder ein Hase (-> Sternkreiszeichen), etwas weiter mittig allerdings auch ein Soldat in Tarnanzug neben der langhaarigen Göttin Phra Mae Thorani. |
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| Ist das nun eine Naga die aus einem Mom rauskommt? Zu viel Ikonographie verwirrt mich. |
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| Hier gehts zum Panorama View Point. |
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| Auf der Aussichtsplattform begrüßt uns ein stehender Buddha, der mit Daumen und Zeigefinger das Rad der Lehre formt. | |
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| Keine Ahnung, wie viele Stufen diese schier nicht enden wollende Treppe hat - wir haben uns faul mit dem Auto auf den Berg fahren lassen. |
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| Wat Phra That Doi Kham ist um einiges ruhiger als der Bergtempel Wat Phra That Doi Suthep, den wir vor ein paar Tagen besucht hatten. |
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| Der große Gong. |
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| Auch hier sind wieder einige hinduistische Gottheiten zu finden, allen voran der in Thailand sehr beliebte Ganesha. |
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| Selfie mit Elefanten und Buddha, kurz bevor wir mit unserem Fahrer zurück nach Chiang Mai kurven. |
Den Abend verbringen wir in der Neustadt bei einem leckeren Abendessen im
Eat is Life, hinterher verschlägt es uns ins Beer Lab, einer Bierkneipe mit unglaublich großer Auswahl unterschiedlichster nationaler und internationer Biere, die alle im passenden Glas serviert werden.
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| Das coole Karotten-Maskottchen vom Eat is Life. |
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| Unser Craft Beer im Biergarten des Beer Lab. |
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| Bitte beachtet die besinnliche Engelchen-Deko hinter unserem Totenschädel-Bierglas. |
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