Donnerstag, 2. Februar 2017

Weihnachten in Chiang Mai - Tag 3

Am 24. Dezember fuhren wir mit unserem Roller eine kleine Runde durch Chiang Mai. Nach einem leckeren Weihnachtsbrunch im Rustic & Blue, ging es zur nördlichen Seite außerhalb der Stadtmauer, um uns Wat Lok Molee anzuschauen. Wat Lok Molee ist einer der älteren Tempel und wurde 1367 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zur Hochzeit des Lanna-Reiches, wurden hierher burmesische Mönche eingeladen, um den Theravada Buddhismus zu lehren. Hinter dem Viharn erhebt sich ein Chedi aus unverputzten Ziegelsteinen, oben sitzt ein Buddha, den man mit Hilfe einer Seilbahnkonstruktion wässern kann. Dieses Ritual kann in den Gebetsablauf integriert werden und auch Kinder und Touristen dürfen mitmachen.
Sympathischer Laden.

Entspanntes Frühstück im schattigen Garten des Rustic & Blue.
Rückseite des modernen Viharns, der 2003 im traditionell überlieferten Lanna-Stil fertiggestellt wurde. Außer dem Chedi und Teilen des Ubosot ist von der alten Lanna-Architektur nach dem Einmarsch der Burmesen nicht mehr viel übrig geblieben.

Der imposante Ziegelstein-Chedi aus dem 16. Jahnhundert, in dem die Asche mehrerer Könige der Mengrai-Dynastie verwahrt ist.
 
Gegen eine kleine Spende kann man ein buntes Fähnchen kaufen und in dem Drahtgeflecht auf dem Platz vor dem Chedi aufhängen. Gut fürs Karma.

Gutgelaunte Plastikmönche mit Opferschalen.

Stolzer Singha-Löwe als Wächter.

Oben in der Nische auf dem Chedi sitzt eine Buddhaskulptur, der Wasser dargeboten werden kann.

Der goldene Drache hält ein Bambusrohr in seinen Klauen.


In dieses Rohr wird mit der Schöpfkelle Wasser eingefüllt.


Dann kann die Seilzugkonstruktion in Betrieb genommen werden und der Drache "fliegt" regelrecht zum sitzenden Buddha hinauf.

Unterwegs geht ein wenig Wasser verloren.


Nicht zu schnell, sonst kommt am Ende nichts beim Buddha an.

Die Drachengießkanne im Detail. Oben am Chedi angekommen, klingelt das Glöckchen und ein Kippmechanismus schüttet das Wasser auf den Buddha.

Ein Mann hängt sein buntes Fähnchen in das Drahtdach und spricht ein kurzes Gebet.


Er erklärt uns, was zu tun ist, überreicht mir den Stab und ich darf mein Fähnchen auch aufhängen.

Viharn und Chedi.

Mit Edelhölzern eingelegte Eingangsseite, wieder gesäumt von zwei Nagas.

Filigran gearbeitetes Detail.


Holzschnitzereien umrahmen den Eingang.

Hühnerparade an der gegenüberliegenden Straßenseite.

Kleinere Schreine, die sich vor dem Wohnbereich der Mönche befinden.

Schlangenmonster und lachenende Schafe - hier haben alle Tiere Platz!

Privatparkplatz im Schatten.

Diese Gottheit mit drei Gesichtern und sechs Armen konnte leider von mir nicht eindeutig identifiziert werden.
Nachmittags gingen wir zum Weihnachtsgottesdienst der deutschsprachigen Gemeinde in Chiang Mai, auch das war eine interessante Erfahrung und wir staunten nicht schlecht über die Anzahl der Mitglieder, die in jeder Altersstufe vertreten waren.
Blick über die deutschsprachige Gemeinde.

Vor dem Hotel, wo der Gottesdienst stattgefunden hat.

Irgendwie verhalf uns der Gottesdienst zumindest ansatzweise, in eine weihnachtliche Stimmung zu verfallen, sodass wir die vielen verschiedenen Weihnachtsbäume Chiang Mais erst richtig honorieren konnten. Deshalb folgt nun eine kleine thailändische Weihnachtsbaumgalerie:
Seit ich weiß, wie groß Weihnachtssterne werden können, mag ich sie noch mehr!

Den hier fanden wir auf dem Night Market, er ist aus grünen Stoffbahnen und unten liegen statt Geschenke die für Chiang Mai typischen Sonnenschirmchen.

Alle Ausführungen und Formgebungen sind denkbar.

Dieser Baum wurde zusätzlich mit Pfauenfedern geschmückt - das merke ich mir für nächstes Jahr.

Kunstschnee bei tropischen Temperaturen.

Jedes Restaurant hatte seinen eigenen Baum.

  
Mal mehr, mal weniger liebevoll geschmückt.
Der Weihnachtsbaum aus Christians Büro darf auf dieser Liste natürlich nicht fehlen.
Wir ließen uns den Nachmittag über noch durch die schier endlosen Markthallen treiben, kauften Cashew-Nüsse und getrocknete Mango, sahen zum Verkauf angebotene Kröten und Frösche und verliefen uns ein bisschen im Gewusel.
Fahrradrikschas sind in Chiang Mai tatsächlich noch in Betrieb.

Typischer Marktstand mit frischem Gemüse und mindestens einem Bild vom König.

Die Markthalle ist riesig und erstreckt sich über mehrere Gebäudekomplexe.

In dem Chaos verläuft man sich schnell, findet aber immer wieder interessante neue Stände.

Bunt und viel Plastik.

Holländischer Kakao in thailändischer Blechdose.

Die Verkäuferinnen vom Kosmetikstand machen grad eine kurze Mittagspause bei Nudelsuppe.

Alles für die Küche.

Ein ganzer Stand Vegetarian Delight.

Hier duftet es nach Gewürzen - viel schöner, als in der Ecke mit den toten Fischen...

Einer der eher unscheinbaren Zugänge zu den Markthallen.
Mit unserem Roller fuhren wir zum Sundowner ans Ufer des Flusses Mae Nam Ping, wo wir uns wohlweislich mit Anti-Brumm einsprühten und die Stimmung genossen.
Blick auf Chiang Mai.


Uns wurde das "Kälteste Bier Chiang Mais" serviert, mit dem das Lokal auch groß warb. Eisstückchen schwammen in unserem Bier und der Geschmack war recht neuartig...
Spontan beschlossen wir, uns ein leckeres Weihnachtsmenü im Ginger and Kafe schmecken zu lassen. Glücklicherweise hatten sie noch einen Tisch frei für uns und wir steuerten dieses total nette Restaurant mit unserem Roller an.
Unser Tisch war sehr liebevoll eingedeckt.

Höfliche Kellner und feines Essen - so spontan kann man Heilig Abend feiern.


Unsere herrlich kitschigen Weihnachtspullover, die wir erst im Hotel mit eingeschalteter Klimaanlage tragen konnten. Unten rechts seht Ihr den Weihnachtsmann, der abends noch ins Restaurant kam und mit Sonnenbrille und Flipflops Geschenke verteilte.



2 Kommentare:

  1. Schoener Artikel!! Werde mir den ein oder anderen Tipp sicherlich im März höchstpersönlich in Chiang Mai anschauen :) ...ausserdem wollte ich dich gerne abonnieren (will dein erster Abonnent sein!!!!), aber leider habe ich keine Funktion auf deiner Seite dafür gefunden?!
    Deine Patricia

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    1. Liebe Patricia,
      danke für Deinen Kommentar und den hilfreichen Hinweis. Seit heute kann man meinen Blog abonnieren oder per E-Mail-Benachrichtigung folgen.
      Magst Du das gleich mal ausprobieren?
      Liebe Grüße, Dajana

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